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Bild: daddyandpapa.com
Die Dokumentation „Daddy & Papa“ von Johnny Symons stellt die Frage, was ist, wenn sich deine umstrittenste Handlung, als die traditionellste der Welt herausstellt und erzählt die Geschichten vierer schwulen Familien, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Ein weißer Amerikaner wird vorgestellt. Single und trotzdem bereit ein fremdrassiges und deshalb schwer vermittelbares Geschwisterpaar aus dem staatlichen Pflegekindersystem bei sich aufzunehmen und zu adoptieren. Ein anderes Gay Couple wurde bereits vor neun Jahren durch eine Leihmutter zu Vätern und ist zwischenzeitlich geschieden. Hier war es toll, dass auch die Tochter zu Wort kam und erzählte, wie sie das ganze 2-Väter-Ding sieht. Bemerkenswert fand ich dabei, dass die Scheidung wohl schwerer wog, als die Tatsache zwei Väter zu haben.
Der 8-jährige Afro-Amerikaner Oscar wurde von seinem schwulen Vormund aufgenommen, als sein leiblicher Vater ihn aufgab. Die beiden haben ein richtiges Vater-Sohn-Verhältnis entwickelt. Oscar fühlt sich zum ersten Mal in seinem Leben aufgehoben. Vorher wurde er zwischen seinen Großeltern und seinem leiblichen Vater hin und her geschoben. Trotzdem verbietet das strikte Adoptionsrecht Floridas die Adoption durch einen schwulen Mann und entzieht Oscar somit die Chance auch rechtlich durch seinen „gefühlten“ Vater abgesichert zu sein.
Die vierte Geschichte ist die Geschichte des Filmemachers selbst und seinen Partner William Rogers. Die beiden adoptieren ein afro-amerikanisches Baby. Wie mein Mann und ich. Wahrscheinlich betrachte ich den Film deshalb etwas emotionaler. Johnny und William jedenfalls fühlten sich irgendwann in der heterosexuellen Familienwelt etwas alleine und suchten Anschluss in der schwulen Szene. Doch auch hier scheint die Tatsache, dass es schwule Familien mit Kindern gibt, noch nicht richtig angekommen zu sein. Das zeigte sich ganz deutlich an einem „Gay Day“ eines Freizeitparks. Zwar wurde für das Kind der volle Eintrittspreis verlangt, die Fahrgeschäfte für die kleinen Parkbesucher waren aber allesamt geschlossen…
„Daddy & Papa“ ist wirklich eine interessant gestaltete Dokumentation und war in Amerika für mehrere Filmpreise nominiert. Soweit mir bekannt ist, gibt es in Deutschland keinen vergleichbaren Film. Er sprach uns teilweise richtig aus dem Herzen. Denn auch wir stellen uns natürlich Fragen wie: Was wird wohl die größte Herausforderung für unsere Tochter sein? Zwei Väter zu haben? Adoptiert zu sein? Als schwarze Frau in einer rassistischen Gesellschaft zu leben? Wir können ihr beibringen, wie sie der Ignoranz der Leute begegnen kann. Wir können sie aber nicht davor bewahren verletzt zu werden… Und die Frage die wohl am meisten verletzen kann ist diese: „Ist sie Ihre ´richtige´ Tochter?
Wenn ihr euch weiter über den Film informieren wollt: Hier der Link zur offiziellen Homepage von “Daddy and Papa” und/oder hier ein Filmausschnitt.
* Übersetzungsfehler bitte ich deshalb zu entschuldigen.
http://www.sozioland.de/rp/familie/ finden. Dort gibt es noch weitere Aussagen zum Lesen und Gesichterdenken und natürlich auch die ausführlichen Resultate der Befragungen. Hier die Kurzfassung: 59,8 Prozent der Befragten stimmen einer Homo-Ado im vollen Umfang zu.
Manche Menschen meinen, dass Kinder, die in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft aufgewachsen sind ebenfalls lesbisch oder schwul werden. Dieser Logik folgend, müssten meine Eltern und die Eltern meines Mannes ebenfalls homosexuell sein. Das ist natürlich Quatsch. Lesbisch- oder Schwulsein kann nicht an- oder aberzogen werden. Zwei lebende Beispiele sind meine beiden Brüder. Allesamt heterosexuell veranlagt. Der Theorie nach müssten sie ja Männer lieben… Studien nach werden Kinder in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften genauso oft hetero- bzw. homosexuell wie Kinder verschiedengeschlechtlicher Paare.
Hier ein Filmchen zum Thema:
Von vielen Seiten haben wir den Satz schon gehört. Selbst aus Himmelsrichtungen die uns bislang unbekannt waren. Wir mussten feststellen, dass sobald man Eltern ist, es nicht mehr nur Norden, Osten, Süden und Westen gibt.
„Eure Tochter kann sich glücklich schätzen von Euch adoptiert worden zu sein!“
Wir wissen, dass dieser Satz gut gemeint ist, trotzdem ist es schwer mit ihm umzugehen. Denn wer lobt, der kann auch kritisieren und Kritik würde ich nicht zulassen. Nicht bei diesem Thema.
Nicht jetzt, nicht später, nicht von Freunden, nicht von Feinden.
Nur eine Meinung lasse ich zu und das ist die unserer Tochter. Sie wird einmal richten. Über ihre Situation und über uns. Und natürlich hoffen wir, ihr Urteil wird tatsächlich lauten:
„Ich kann mich glücklich schätzen. Es konnte mir nichts Besseres passieren!“
Daran arbeiten wir. Wir möchten die, nein, wir möchten IHRE besten Eltern sein, die sie bekommen konnte, auch wenn wir wissen, dass es die perfekten Eltern wohl nicht gibt. Bis zum Tag der Urteilsverkündung werden wir die Meinungen der Laienrichter zur Kenntnis nehmen und abwinken. Denn in Wirklichkeit sind wir diejenigen,
die sich glücklich schätzen können
und unsagbar dankbar sind. Bei dieser großartigen Tochter!
…tanzt schon mal gern im sexy schwarzen Lederdingens (oder wie sagt man da? Kleid, Kluft, Klamotte oder Strapse?) auf den Bühnen dieser Welt und trällert dazu ein fröhliches Liedchen. Das sieht schon etwas komisch aus, denn auch das Make-up macht diese Frau nicht unbedingt jung… und eine alte Frau in Strapse…? Ich weiß nicht. Aber egal, hat nichts mit dem heutigen Thema zu tun. Denn neben dem Tanzen und Singen adoptiert Frau Ciccone auch schon mal ein Kind. Das Letzte stammt aus Afrika und der Kleine dürfte nun zwei Jahre alt sein.
Jetzt möchte Frau Ciccone gerne in Indien adoptieren, weil Afrikas Bürokratie frustrierend ist, wie sie sagt. Mir scheint, als hätte sich die singende Tänzerin noch nicht mit den indischen Den Rest des Beitrags lesen »

