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Als ich gestern Abend in die Tiefgarage fuhr, bemerkte ich, dass der frisch gestrichene Beton schon wieder Opfer von Graffiti-Schmierern geworden ist. Im Prinzip habe ich an des Sprayers Ansicht nichts auszusetzen. Blöd nur, dass er sich als Sprachrohr unsere Tiefgaragenwand aussucht. Würde er sein Hirn tatsächlich anschalten, dann wüsste er, dass das Entfernen seiner „Arbeit“ anderen Menschen richtig Geld kostet und auch diejenigen verärgert, die im Grunde seine Meinung teilen. (Ich glaube unsere Tiefgarageneinfahrt wird mittlerweile alle zwei Monate neu überstrichen.) Vielleicht könnte Graffiti-Man (oder -Woman) anders politisch tätig werden und seine/ihre Meinung auf Flugblättern verteilen? Ist nur so ‘ne Idee.

Hirn nicht an

türkiye

… noch immer 1:1 im Fußballhalbfinale Deutschland – Türkei. Das Auto auf dem Bild wird jedoch sicher in wenigen Minuten überholt sein und muss umlackiert werden. Denn heute Nacht gehören Ludwigsburgs Straßen den deutschen Autokorsos!

(Soviel EM-Begeisterung musste sein!)

Kaum war das gestrige Daily Picture online, klingelte auch schon das Telefon. Nein, nicht das Krankenhaus. Mein Schatz. Aus dem Krankenhaus.
Nur die Ruhe. Es bleiben vermutlich keine Dauerschäden.
Wahrscheinlich ist es ein Naturgesetz, dass es grundsätzlich immer schief geht, wenn alte Büromänner sich für junge Eichhörnchen halten, sich auf dem Abenteuerspielplatz wie Tarzan an der Liane von Baum zu Baum hangeln und das ganze Geturne Führungskräftetraining nennen. Angeblich sollte diese Kletteraktion der Teamgeistförderung dienen. So so. Fragt sich jetzt nur welches Team. Im Moment scheint meines gemeint zu sein. Es besteht aus:
Mike dem Babyfütterer, -wickeler, -bespaßer.
Mike dem Teilzeitbeschäftigten.
Mike dem Hundgassiführer.
Mike dem liebenden Ehemann und neuerdings
Mike der Krankenschwester.
Achja, und auch die zweite Neueinstellung darf nicht vergessen werden:
Mike der Bemitleider.
Denn so ein ausgekugelter Arm will bemitleidet sein. Ob die Bänder ebenfalls Mitleid brauchen – weil gerissen – wird sich erst in den nächsten Tagen herausstellen.
Der Anruf aus dem Krankenhaus kam natürlich pünktlich zum Spielende Italien gegen Frankreich. (Oh ho, böse Erinnerungen an die WM 2006 werden wach!) Die Ludwigsburger Straßen waren dicht. Schon wieder – wie auch die letzten Nächte. Überall hupende Autos, italienische Flaggen und kreischende, pfeifende und singende Menschen. Ludwigsburg scheint eine sehr international bevölkerte Stadt zu sein. Denn es macht irgendwie keinen Unterschied welches Land das Spiel gewinnt. Pünktlich zum Abpfiff verstopfen die Straßen, lärmen die Hupen und wehen die Fahnen der Siegernation.
Die Hauptstraße durch die Innenstadt wird übrigens nach einem EM-Spiel polizeilich gesperrt. Das weiß ich heute. Gestern Nacht gelernt. Und es ist überdies total unlustig – ganz ohne grün/weiß/roter Beflaggung – in einem italienischen Autokorso zu stecken, wenn man eigentlich nur auf dem schnellsten Weg ins Krankenhaus möchte um den Schatz heimzuholen.
Nun gut. Jetzt sind wir alle drei zu Hause. Mein Schatz leckt sich die Wunden, Töchterchen schläft und ich streiche die Frühstückshonigbrote. Es lebe der Teamspirit!
Meinen Arbeitgeber wird es freuen: Das Bundesverfassungsgericht hat die Verfassungsbeschwerde eines schwulen Beamten nicht zur Entscheidung angenommen. Die Richter sehen es als verfassungsrechtlich in Ordnung an, wenn einem verpartnerten Beamten kein Familienzuschlag bezahlt wird. Ehe und eingetragene Lebenspartnerschaft seien nicht vergleichbar. Salopp formuliert dient die Ehe dem Kindermachen und die eingetragene Lebenspartnerschaft eben nicht. Den Richtern war es aber offensichtlich egal, dass der Familienzuschlag auch an verheiratete Beamte ohne Kinder bezahlt wird.
Was diese Entscheidung jetzt für meine Klage bedeutet weiß ich noch nicht. Im Moment ist mir einfach nur schlecht von soviel höchstrichterlicher Ignoranz und ich könnt einfach nur kotzen. Am liebsten in Karlsruhe…

gasse

Tagesausflug nach Rothenburg ob der Tauber.
Verträumtes Mittelalterstädtchen
mit engen gepflasterten Gassen.

Viel internationales Publikum.
Aus Japan, Italien und Amerika.
Souvenirläden wie überall.

Rothenburger Schneeballen,
ein örtliches Mürbteiggebäck.
Für mich mit weißem Schokoüberzug.

Rathaus

schönes Wetter zu Beginn

Wie jedes Jahr nutzten wir auch in diesem unsere BlüBa-Dauerkarte um uns die Barocken Gartentage anzuschauen. Die Veranstaltung die heute begonnen hat und noch bis zum 04. Mai andauert, ist scheinbar größer geworden, denn die Anzahl der Stände ist gewachsen. Eigentlich ist es reine Selbstgeißelung sich das Jahr um Jahr anzutun, denn vieles der tollen Gartenideen lässt sich einfach auf einer Dachterrasse oder Balkon nicht verwirklichen. Wie zum Beispiel dieser wundervolle künstliche Bachlauf.

Bachverlauf

Ansonsten gab es wieder einige Künstler, die Figuren, Sitzgelegenheiten oder sonst Nützliches für den Garten aus Stein, Eisen, Holz oder Weiden, Ton und sonst allen möglichen Materialien herstellen. Vieles nicht ganz günstig, aber so ist es ja oft bei Kunst. Natürlich fehlten auch die Stände der Gärtnergeschäfte nicht, die allerlei Blühendes, Duftendes oder Gesundes für den Kräutergarten verkauften. Hier gab es durchaus auch das eine oder andere Pflänzchen, das zu gewöhnlichen Gartencenterpreisen verkauft wurde. Trotzdem und darauf sind wir stolz, haben wir keinen Cent ausgegeben. Als Familienväter sitzt der Euro eben nicht mehr ganz so locker.

Figur Feigenblatt Wildschwein

Gehört zum Schloss, gab´s deshalb nicht zu kaufen.

Um dem großen Besucheransturm auszuweichen, sind wir bereits am Vormittag hingegangen. Die Idee hatten wohl auch andere Besucher, denn wirklich alleine waren wir nicht dort. Auch war das Wetter nicht beständig. In weiser Vorahnung drängte mein Mann zum Nachhausegehen. Keine Minute zu früh, wie sich herausstellen sollte. Denn kurz vor dem Regen waren wir wieder zu Hause.

Keine Minute zu früh

Frau Postbotin hat heute geklingelt. Übergabe-Einschreiben für mich. Das ist ja nie gut. Ein grauer Umschlag aus Recycling-Papier mit Blauem Engel hinten drauf wird mir in die Hand gedrückt. Ich unterschreibe. Der Blaue Engel ist eigentlich gar nicht blau, fällt mir auf, sondern schwarz – vielleicht die Farbe ausgegangen? Aber Spaß beiseite – überlassen wir die Spitzfindigkeiten meinem Arbeitgeber. Er hat nämlich einige gefunden. In dem Briefumschlag steckte ein seitenlanges, gekonnt mit Paragraphenketten und Urteilszitaten vollgestopftes Dokument. Da hat sich jemand wirklich Mühe gegeben. Hier die Zusammenfassung:

Ich nicht zahlen! Du klagen!

So, da haben wir den Salat. Und nun? Gerichteln durch alle Instanzen bis zum finanziellen Ruin? In der ersten Wut hab ich das gemacht, was ich in letzter Zeit immer mit Schreiben meines Arbeitgebers mache: gescannt und pdf-tiert. Nun, mit etwas kühlerem Kopf, schick ich das ganze mal per e-Mail an den Lesben- und Schwulenverband Deutschland. Dann sehen wir weiter. Es bleibt spannend…

… kannst Du´s nennen. Ich sag dazu Größenwahn.
Wir können´s beschreiben wie wir´s wollen
ändern tut´s doch nichts.
Der Autor dieser Seiten schlürft nun Kaffee oder Tee
aus einer weißen Tasse mit Bloglogo.
Als Ansporn für regelmäßige Posts quasi.

MSD-Tasse-Dunkel

Anmerkung zum Foto:
Ja, das Bild gibt’s auch in hell – darauf sieht man aber so hässliche Flecken auf der Maschine. ;-) Nein, die Tasse gibt’s nirgendwo zu kaufen – es handelt sich um ein Einzelstück.

Guten Abend liebes Tagebuch. Das Motto dieser Woche lautet ja: Es liegt in deiner Macht, dass dein Leben glücklich dahinfließt. Ob sich das auch unsere Bundeskanzlerin Merkel sagte, als sie sich für die Eröffnungsgala der neuen Nationaloper in Oslo schick machte? Auf dem Bild hier fließt ja so einiges – dahin… Ich dachte erst, es sei eine Photomontage. Aber ich fürchte es ist ALLES echt.

„Die wahre Schönheit des Menschen ist seine Ehrlichkeit“ oder so ähnlich, meinte Bruce Darnell (bekannt aus Germanys Next Topmodel by Heidi Klum) kürzlich in der Radiotalksendung SWR 1 Leute. Das gibt mir zu denken. Ist damit das Rätsel gelöst warum die großen Politiker oft nicht wirklich hübsch anzusehen sind? Wer weiß.

Für mich definitiv ein Tag an dem einem die Brille – nicht aber etwa die alte schwarze um die’s sowieso egal wäre, nein, schon die neue, die nicht ganz günstige – völlig unangekündigt in zwei Teile bricht.

MR2-Sonntag, für mich ein Tag des großen Suchens nach unwichtigen Dingen, die dann aber doch ziemlich wichtig werden, wenn man sie nicht findet. Wie zum Beispiel vorgenannte schwarze Ersatzbrille und ein Paar Schnürsenkel. Die hab ich ganz bestimmt gekauft. Hundertprozentig. Nur jetzt ist das Paar wie vom Erdboden verschluckt. Ach, das Haus verliert doch nichts! Schön. Dumm nur, dass das werte Haus, das Vermisste immer erst dann herausrückt, wenn man bereits den Ersatz gekauft hat!

Um einen MR2 Sonntag handelt es sich auch, wenn es just in der Minute, wenn dann alles gefunden ist (natürlich hat man die Sachen an Orten gefunden, an die man die Dinge selbst definitiv nicht hingeräumt hat), das Baby, der Mann und der Hund endlich ausgehfertig sind, anfängt wie aus Kübeln zu gießen. Natürlich hört es, wenn es sich um einen echten MR2 Sonntag dreht, sofort wieder auf zu regnen. Allerdings erst, wenn die ganze Familie die Ausgehkluft ausgezogen und wieder an den Haken zurückgehängt hat.

Das alles macht aber einen schnöden Sonntag noch nicht zu einem MR2 Sonntag. Nein. Der Ritterschlag erfolgt erst, wenn man sich von diesen Kleinig- und Nichtigkeiten so ordentlich die Laune verderben lässt. Heute ist für mich so ein Sonntag. MR2 spricht sich französisch gelesen „merde“ aus. Sch…e.

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